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25-jähriges Jubiläum Technologiepark

Da muss man sich nur noch setzen und kann loslegen

Genau das war das Ziel, als die Stadtverwaltung vor gut 25 Jahren die Idee eines Gründerzentrums für technologieorientierte Unternehmen umsetzte. Existenzgründer sollten am Rebenring Bedingungen vorfinden, die es ihnen ermöglichen, sich ausschließlich auf den Aufbau und die Entwicklung ihrer Firma zu konzentrieren. Sowohl für die Beratung als auch für Büro- und Werkstatträume als auch für die gesamte Büro-Infrastruktur sollte gesorgt sein.

Offensichtlich ist dies gelungen: „Der Technologiepark Braunschweig kann auf eine echte Erfolgsgeschichte zurückblicken. Seit 1986 sind dort 120 Unternehmen entstanden, die bis heute am Markt tätig sind, über 90% haben ihren Standort immer noch in Braunschweig. Mittlerweile gibt es sogar einen Ausbildungsverbund, so dass die jungen Unternehmen bereits Fachkräfte ausbilden“, führte Joachim Roth, Geschäftsführer der Braunschweig Zukunft GmbH in seiner Begrüßung aus. Die städtische Wirtschaftsförderungsgesellschaft ist Betreiber des Technologieparks. Bei der gestrigen Jubiläumsfeier im Haus der Wissenschaft konnte sie rund 200 geladene Gäste willkommen heißen. Darunter waren der ehemalige Stadtkämmerer Dr. Jürgen Bräcklein, der seinerzeit das Konzept für den Technologiepark mit erarbeitet hat und Dietrich Fürst, ehemaliger Generalbevollmächtigter der Nord/LB, die ab 1989 bis zur Übernahme durch die städtische Wirtschaftsförderung Betreiber des Gründerzentrums war. Vor allem ka-men zahlreiche „Ehemalige“, die sich nach eigenen Angaben dem Technologiepark noch immer sehr verbunden fühlen.

Oberbürgermeister Dr. Hoffmann ging in seinem Grußwort auf die Rolle des Unternehmers in der Gesellschaft ein. Gerade den inhabergeführten Unternehmen bleibe oft die ihnen gebührende Anerkennung verwehrt. Viele Firmenchefs müssten schon mit Kritik rechnen, wenn sie zugäben, dass sie mit ihrem Unternehmen Gewinn machten. Das Risiko, dass sie tragen, würde dabei gern übersehen. Doch gerade der Mittelstand sei ein Rückgrat unserer Wirtschaft und Gewinne sollten als Prämie für das eingegangene Risikos betrachtet werden.

Der Vertreter der Landesregierung, Staatssekretär Dr. Oliver Liersch aus dem niedersächsischen Wirt-schaftsministerium, unterstrich den Wert von techno-logieorientierten Gründerzentren unter anderem dadurch, dass die Erfahrung gezeigt habe, dass dort gegründete Unternehmen seltener in der Anfangsphase scheiterten als jene, die es allein versuchten.

Das stimmte mit den Aussagen der Hauptakteure des Technologieparks, also den Geschäftsführern der Gründerfirmen überein, die im Anschluss zu Wort kamen: Einhellig bestätigten sie, dass gerade der Austausch mit anderen jungen Unternehmen in der Anfangsphase sehr wichtig gewesen sei. Er habe geholfen, manche Enttäuschung zu überwinden und viele Fallstricke von vornherein zu vermeiden. Andreas Mier vom NDR animierte durch seine Moderation die Gesprächspartner von Aerodata, sms, PanAcoustic, Aicon und Komola viele persönliche Anekdoten aus ihren Gründerjahren preiszugeben. Dies wurde vom Publikum mit Gelächter und viel Applaus honoriert.

Zum Abschluss übergab Dr. Bertram Dressel, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren e.V. Joachim Roth die Urkunde für die erneute Zertifizierung als anerkanntes Innovationszentrum. 2005 war der Technologiepark Braunschweig, das erste Gründerzentrum in Niedersachsen, das die Auditierung erfolgreich bestanden hatte.

Die Veranstaltung klang bei einem anschließenden Empfang aus, den viele Ehemalige für ein Wiedersehen mit alten Mitstreitern nutzten.